Ihr habt entschieden - Jugendfotopreisträger*innen 2020

Preisträger*innen 14 - 17 Jahre

Platz 1: "Questions in the back of my mind" von Timo Rackl aus Mühlhausen-Sulz

Dieses Bild ist ein ziemlich emotionales Kunstprojekt das ich spontan aus einer Idee heraus gemacht habe. Ich habe tatsächlich als ich gerade so in der Stimmung war einfach spontan meine Gedanken mit permanent Marker an meiner Zimmertür festgehalten und währenddessen Fotos gemacht. Es soll die Zweifel und tausend Fragen an die Zukunft zum Ausdruck bringen, die diese Stimmen in deinem Kopf noch fragen selbst wenn Du mit dem Thema eigentlich schon fertig bist. Es soll mir selbst und anderen jeden Tag zeigen das es normal ist ein mulmiges Gefühl zu haben und sich zu fragen ob alles gut wird. Dieses Verlangen nach Sicherheit, das ist normal. Mit dem Bild möchte ich aber auch sagen dass sich nichts verändert wenn man aus Angst vor Versagen oder aufgrund mangelnder Sicherheit gar nicht erst anfängt. Wenn man aus Angst vor Veränderung in eine andere Richtung den Zweifeln mehr Gehör schenkt als seinen Träumen dann wird man die Veränderung nach der man sich so sehr sehnt nie miterleben!

Platz 2: "Die Gesellschaft" von Jasmin Alami aus Cham

Eine Veränderung ist hier erst in der Entwicklungsphase. So bestehen in unserer Gesellschaft noch einige Herausforderungen, die global zu lösen sind.

Platz 3: "Neue Chancen" von Vivienne Heizler aus Furth im Wald

"Jede Veränderung bietet eine Chance auf einen Neuanfang" Entdecken sie diese Perspektive in dem Bild? Eine Situation kann manchmal verloren und hoffnungslos erscheinen, wie auch hier beim verblühenden Löwenzahn. Allerdings muss Veränderung nichts Negatives bedeuten... Sie gibt Möglichkeiten und Chancen, eine andere Tür zu öffnen und einen anderen Weg einzuschlagen. Sie gibt Hoffnung auf etwas Neues, Einmaliges und Wunderschönes. Genauso tun es die Samen des verwelkten Löwenzahns... Mit ihrer Einzig- und Andersartigkeit geben sie ihm ein weiteres Leben.

Preisträger*innen 18 -21 Jahre

Platz 1: "Oma und ich" von Paula Willfurth aus Weiden

Als ich klein war, hat meine Oma oft auf mich aufgepasst. Sie hat immer alles dafür getan, dass ihr „Moidl“ glücklich ist - von Eis essen über Fernsehen bis hin zum „Walpern“ gehen... Als ich etwa zehn war, begann sie immer vergesslicher zu werden: Zuerst wurde der Schlüssel verlegt, dann vergaß sie, den Herd auszuschalten, und irgendwann war es so weit, dass sie ins Seniorenheim umziehen musste. Währenddessen habe ich aber auch gelernt, immer mehr Verantwortung zu übernehmen - jetzt bin ich diejenige, die auf sie aufpasst. Aufs Eisessen freuen wir uns aber immer noch genauso wie früher.

Platz 2: "Schluss mit dem Maskenball!" von Marie-Kristin Meier aus Winklarn

Hinter jeder Maske versteckt sich ein Mensch. Ein besonderer, außergewöhnlicher, toller, individueller und wunderschöner Mensch! > lachen > weinen > freuen ....jeder Tag verändert DICH und damit auch deine Maske! KOMM! -> lass deine Maske einfach mal Zuhause liegen und sei für einen Tag du selbst! Genieße dein Leben und erfülle es mit Freude! Lebe dein Leben... „Leg deine Maske ab und sei du selbst“

Platz 3: "Wounded Earth" von Jonas Stahl aus Waldershof

Dieses Foto ist an einem Lost-Place entstanden. Das Gebäude, um das es sich handelt, ist im 70er Jahre Stil gebaut und eher unscheinbar gestaltet. Tritt man ein, stößt man jedoch Überaschungen, welche man nicht erwärtet hätte. Das Bild zeigt ein Thema, was uns mehr beschäftigt denn je. Die - noch - "heile Welt" in einer Seifenblase lässt hier Spielraum für Interpretationen zu. Jedoch kommen uns auch Fragen zur Vergänglichkeit, welche hier dargestellt wird. Denn auch an der Wand hat der "Zahn der Zeit" schon genagt. Woher kommen die Wunden? Wer ist verantwortlich für den Schaden? ...Und ist der Verfall aufzuhalten? ~ Für Lösungen brauchen wir oft Veränderung. ~

Preisträger*innen 22 - 26 Jahre

Platz 1: "Pause" von Stefan Hahn aus Amberg

Wo man vor einiger Zeit noch eine kurze Pause von der Arbeit gemacht hat, sitzt heute niemand mehr. Die Arbeitswelt befindet sich in einem ständigen Wandel.

Platz 2: "Zölibat" von Maximilian Häring

So fragwürdig es ist, Roy Lichtenstein gesellschaftspolitisch zu parodieren, so notwendig ist es, die Politik der Kirche zu kritisieren. (Selbstporträt als Geistlicher)

Platz 3: "Nur vier Sekunden: 16.000 Tonnen Schutt und Erinnerung" von Andreas Staufer aus Regensburg

Am Sonntag, den 23.02.2020, wurde um 11.00 Uhr der Wirsing-Turm am Kepler-Areal in Regensburg gesprengt. Wochenlange Vorbereitungsarbeiten und Organisationsmaßnahmen gipfelten in einem Knopfdruck und vier Sekunden Lärm und Staub. Vier Sekunden, die zu 16.000 Tonnen Schutt und Erinnerungen führten. Den Wirsing-Turm kenne ich schon mein ganzes Leben und nun fehlt beim Blick von der Maxstraße auf den Bahnhof etwas. Es wurde Platz geschaffen für etwas Neues. Dies ist ein Beispiel dafür, dass Veränderung keinesfalls nur uns selbst betrifft.

Lobende Erwähnungen

"Vorüberziehen" von Andreas Stark, Amberg (22-26)

"Schönheit liegt im Auge des Betrachters" von Pia Endres, Amberg (22-26)

Zeit verändert. Nicht nur Menschen ändern sich in ihrem Äußeren oder auch in ihrem Inneren. Auch Objekte verändern sich. Mit diesem Bild möchte ich zeigen, wie einzigartig eine Veränderung sein kann. Viele würden den Verfall eines Objektes als etwas Negatives oder Unschönes ansehen. Ich möchte zeigen, wie faszinierend diese Veränderung sein und wie wunderschön sie wirken kann - hat man nur den richtigen Blickwinkel gefunden.

"Symmetrie" von Jakob Lechner, Regensburg (22-26)

"Mein Leben auf Papier" von Ronja Rosebrock, Neumarkt (18-21)

Mein Tagebuch - Nicht nur die Schrift, sondern auch die Art, wie ich mit Sachen umgehe und über sie denke, ändern sich mit der Zeit. Das einzige was in meinem Tagebuch konstant ist, ist die pure Veränderung. Mit der Zeit ändert sich so viel in meinem Leben, dass es mir manchmal erst auffällt, wenn ich beim Lesen in meine Vergangenheit reise. Was auf Seite 20 noch als unmöglich erschien, ist auf Seite 120 Selbstverständlichkeit. Was auf Seite 42 steht, hilft mir, meine Gedanken auf Seite 97 zu verstehen. Und was auf Seite 3 ganz besonders war, ist auf Seite 162 mein Alltag. Mein Tagebuch hilft mir zu verstehen, zu verzeihen und vor allem mich zu verändern.

"Zahn der Zeit" von Philipp Ciriacy, Amberg (18-21)

Der Zahn der Zeit ist wahrscheinlich die größte Veränderung, die es gibt! Der zerstörerische Charakter dieser Veränderung ist abgebildet; ungreifbar, unbeschreiblich, unaufhaltsam. Ob Schreibmaschine, Schallplatte oder VHS-Kassette, einmal obsolet gibt es kaum ein Zurück.

"Winter im Jahr 2020" von Eva Härich, Weiden

Im Laufe der Jahre hat der Schneefall im Winter stätig abgenommen. Besonders erschreckten war jedoch nun der diesjährige Winter den ich mit meiner Kamera festgehalten habe. Meine Bilder zeigen ein und die selben Plätze einmal am 28.02.2020 und einmal am 01.03.2020. Die Veränderung in dieser kurzen Zeit ist erschreckend und erstaunlich zugleich. Der Klimawandel ist stark zu spüren, darum möchte ich durch meine Bilder Augen öffnen und jeden dazu bewegen etwas gegen den Klimawandel und für die Erde zu tun!